Inhouse

Wenn die eigene Situation im Mittelpunkt steht.

Kein Betriebs- oder Personalratsgremium arbeitet unter denselben Bedingungen.

Manche Gremien starten gerade neu und müssen Rollen, Zuständigkeiten und ihre gemeinsame Arbeitsweise klären. Andere arbeiten seit Jahren zusammen und merken, dass Abläufe nicht mehr funktionieren, Informationen verloren gehen oder Konflikte die gemeinsame Arbeit erschweren.

Auch fachliche Themen können sehr unterschiedlich aussehen. Was in einem Gremium eine rechtliche Grundsatzfrage ist, betrifft in einem anderen ganz konkret Arbeitszeit, Ausschussarbeit, Kommunikation oder die Vorbereitung einer wichtigen Entscheidung.

Deshalb beginnt ein Inhouse-Format nicht mit einem fertigen Programm, sondern mit der Frage:

Wo steht das Gremium gerade, was beschäftigt es und was soll anschließend besser funktionieren?

Daraus ergibt sich, welches Thema, welcher Umfang und welches Format sinnvoll sind.

Struktur gibt Orientierung

Ein Betriebs- oder Personalrat muss viele Themen gleichzeitig bearbeiten. Je größer das Gremium und je komplexer die Aufgaben, desto wichtiger wird eine Arbeitsweise, auf die sich alle verlassen können.

Wer bearbeitet welches Thema? Welche Aufgaben liegen beim Vorsitz, welche in Ausschüssen oder Arbeitsgruppen? Wie kommen Informationen zurück ins Gremium? Wie werden Entscheidungen vorbereitet, Aufgaben nachgehalten und Prioritäten gesetzt?

Gute Organisation bedeutet nicht mehr Bürokratie. Sie schafft Orientierung und sorgt dafür, dass Zeit und Energie dort eingesetzt werden können, wo sie tatsächlich gebraucht werden.

Mögliche Themen sind Aufgaben und Zuständigkeiten, Ausschussstrukturen, Informationswege, Sitzungsorganisation, Prioritäten, Verantwortlichkeiten, Nachverfolgung von Aufgaben und Beschlüssen sowie die Zusammenarbeit zwischen Vorsitz, Ausschüssen und Gesamtgremium.

Inhouse-Seminare

Ein Thema gemeinsam auf die eigene Praxis übertragen.

Inhouse-Seminare verbinden fachliche Grundlagen mit den konkreten Fragen des eigenen Gremiums.

Dabei kann es um Recht und Mitbestimmung ebenso gehen wie um Führung, Zusammenarbeit, Kommunikation, Arbeitszeit oder die Organisation der Gremienarbeit.

Der Vorteil liegt darin, dass nicht nur über allgemeine Beispiele gesprochen wird. Erfahrungen, Fragen und Situationen aus dem eigenen Gremium können unmittelbar einbezogen und gemeinsam eingeordnet werden.

Klausurtagungen

Zeit für Fragen, die im Sitzungsalltag oft zu kurz kommen.

Wie wollen wir zusammenarbeiten? Welche Themen sind für uns wirklich wichtig? Wer übernimmt welche Verantwortung? Was erwarten wir voneinander? Und wie wollen wir unsere gemeinsame Arbeit in den nächsten Monaten gestalten?

Solche Fragen lassen sich selten zwischen zwei Tagesordnungspunkten klären.

Eine Klausurtagung schafft den Raum, die eigene Arbeit bewusst zu betrachten, Ziele zu vereinbaren und Dinge anzusprechen, für die im normalen Gremienalltag häufig die Zeit fehlt.

Das kann zu Beginn einer Amtszeit sinnvoll sein, aber genauso dann, wenn sich Aufgaben, Personen oder Rahmenbedingungen verändert haben.

Workshops

Ein konkretes Thema gemeinsam bearbeiten.

Nicht jede Fragestellung braucht ein klassisches Seminar.

Manchmal geht es darum, eine bestimmte Situation zu klären, eine gemeinsame Vorgehensweise zu entwickeln oder bei einem Thema zu einer tragfähigen Entscheidung zu kommen.

Dann kann ein Workshop das passendere Format sein.

Im Mittelpunkt steht eine konkrete Fragestellung. Am Ende sollte möglichst klarer sein, wie es danach weitergeht.

Gremienentwicklung

Manche Themen lassen sich nicht an einem Tag lösen.

Wenn Rollen dauerhaft unklar bleiben, Konflikte immer wieder auftauchen oder ein Gremium seine Zusammenarbeit grundsätzlich weiterentwickeln möchte, reicht ein einzelner Termin manchmal nicht aus.

Dann kann es sinnvoll sein, genauer hinzusehen: Was funktioniert bereits? Wo entstehen immer wieder Schwierigkeiten? Welche Muster haben sich entwickelt? Und was müsste sich verändern, damit das Gremium wieder verlässlicher zusammenarbeiten kann?

Gremienentwicklung bedeutet für mich nicht, einem Betriebs- oder Personalrat ein fertiges Modell überzustülpen.

Es geht darum, gemeinsam herauszufinden, was dieses Gremium braucht, um seine Aufgaben verlässlich und handlungsfähig wahrnehmen zu können.

Wann kann ein Inhouse-Format sinnvoll sein?

Zum Beispiel, wenn ein Gremium neu in eine Amtszeit startet, neue Mitglieder integriert werden, Rollen oder Zuständigkeiten unklar sind, die Zusammenarbeit zwischen Vorsitz, Ausschüssen und Gesamtgremium geklärt werden soll, Informationen nicht zuverlässig ankommen, Konflikte die Arbeit erschweren, eine Klausurtagung ansteht oder ein fachliches Thema gemeinsam auf die eigene Situation übertragen werden soll.

Inhouse-Training

Nicht das Unternehmen muss zum Seminar passen. Das Training muss zum Unternehmen passen.

Inhouse-Training bietet die Möglichkeit, Inhalte, Beispiele und Arbeitsformen an die konkrete Ausgangslage einer Organisation anzupassen. Im Mittelpunkt steht nicht ein fertiger Seminarkatalog, sondern die Frage: Was sollen die Teilnehmenden nach dem Training besser verstehen, entscheiden oder tun können?

Ausgangspunkt ist der Bedarf

Vor einem Inhouse-Training wird geklärt, welche Zielgruppe teilnimmt, welche Situationen den Arbeitsalltag prägen, welche Ziele erreicht werden sollen und welche Rahmenbedingungen berücksichtigt werden müssen.

Aus dieser Klärung entsteht die Konzeption.

Praxisfälle

Wo sinnvoll, können reale Situationen aus dem Unternehmen eingebunden werden. Sensible Inhalte werden dabei so behandelt, dass ein sicherer Lernraum erhalten bleibt.

Praxisbezug bedeutet nicht, Einzelfälle öffentlich auszubreiten. Er bedeutet, Lernen an den tatsächlichen Herausforderungen der Teilnehmenden auszurichten.

Formate

  • ein- oder mehrtägige Trainings
  • modulare Trainingsreihen
  • Workshops
  • Fachimpulse
  • Moderation
  • Klausurtagungen
  • begleitete Entwicklungsprozesse

Präsenz und Online

Je nach Ziel und Thema sind Präsenzformate, Online-Formate oder Kombinationen möglich. Die Form wird nicht nach Gewohnheit gewählt, sondern danach, was für Lernziel, Gruppe und Transfer sinnvoll ist.

Transfer

Ein Inhouse-Training endet nicht mit dem letzten Seminarblock. Bereits in der Konzeption wird berücksichtigt, wie Erkenntnisse in den Arbeitsalltag übertragen werden können – zum Beispiel durch konkrete Vereinbarungen, Transferaufgaben, Folgetermine oder modulare Vertiefung.

Häufige Fragen

Wie groß kann eine Gruppe sein?

Die sinnvolle Gruppengröße hängt von Thema und Arbeitsform ab. Interaktive Trainings benötigen andere Rahmenbedingungen als ein Fachimpuls.

Können eigene Fälle eingebracht werden?

Ja, wenn dies zum Ziel passt und Vertraulichkeit gewahrt bleibt.

Sind auch mehrere Termine möglich?

Ja. Für Entwicklungsprozesse ist eine modulare Reihe häufig sinnvoller als ein einzelner Termin.

Sind Online-Formate möglich?

Ja, wenn Lernziel und Methode dafür geeignet sind.

Nicht mehr Training als nötig. Sondern das Training, das gebraucht wird.

Sie haben bereits ein Thema im Kopf?

Viele der Themen von Tatort Betriebsrat können als Inhouse-Seminar, Workshop oder Klausurtagung aufgegriffen werden.

Und wenn noch gar nicht klar ist, welches Format sinnvoll ist, reicht zunächst die konkrete Situation.